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Installation auf Linux

Wenn du die Erste Schritte Seite noch nicht gelesen hast, solltest du das nachholen.

Obwohl wir momentan keine offiziellen Pakete für jede Linux Distribution anbieten, könnte es sein, dass du Jamulus über den Paketmanager deiner Distribution installieren kannst. Schau einfach in dieser Tabelle nach:

Packaging status

Eine Liste inoffizieller Pakete für verschiedene Distributionen findest du hier.

Flatpak

Jamulus existiert als Flatpak auf Flathub hier. Um das Jamulus Flatpak zu nutzen musst du pipewire konfigurieren.

Debian and Ubuntu

Jamulus kann aus den buster-backports oder - wenn du amd64 Debian/Ubuntu installiert hast - als .deb Datei installiert werden:

  1. Downloade die neuste .deb Datei
  2. Update apt: sudo apt-get update
  3. Installiere das Paket: sudo apt install /path/to/jamulus_3.7.0_ubuntu_amd64.deb.
  4. Da Jamulus den JACK Server benötigt, musst du ihn auch installieren. Wir empfehlen, dass du QjackCtl zur Konfiguration von JACK benutzt. Installiere das Programm mit sudo apt-get install qjackctl

Jetzt kannst du dir die Sektion “Richte deine Soundkarte ein” ansehen.

Beachte: Dank mirabilos ist Jamulus (mit GUI) in den Debian Bullseye (testing) Paketquellen. Wenn du schon Bullseye nutzt, kannst du Jamulus via sudo apt-get install jamulus installieren.


Wenn du Jamulus nicht in den Paketquellen deiner Distro finden kannst, musst du Jamulus kompillieren. Das ist nicht schwer:

Jamulus Sourcecode herunterladen

  1. Öffne ein Terminalfenster (Kommandozeile: Strg+Alt+T auf Ubuntu und verwandten Distributionen)
  2. Lade den Sourcecode für die neueste Version herunter und entpacke diesen:
    wget https://github.com/jamulussoftware/jamulus/archive/latest.tar.gz
    tar -xvf latest.tar.gz
    

Abhängigkeiten installieren

Aktualisiere zuerst deine Paketquellen (z.B. auf Debian-basierten Distributionen mit sudo apt-get update).

Auf Ubuntu-basierten Distributionen 18.04+, Debian 9+ oder 10 und Raspberry Pi Raspbian Buster oder neuer:

sudo apt-get install build-essential qt5-qmake qtdeclarative5-dev qt5-default qttools5-dev-tools libjack-jackd2-dev

Auf Fedora:

sudo dnf install qt5-qtdeclarative-devel jack-audio-connection-kit-dbus libQt5Concurrent5 jack-audio-connection-kit-devel

QjackCtl: Empfohlen, aber nicht zwingend notwendig

QjackCtl ist ein Programm, das den JACK Audioserver (den du vorher installiert hast) über eine GUI einrichten kann. Installiere QjackCtl z.B. wie folgt:

sudo apt-get install qjackctl

Du kannst auch einen low-latency kernel verwenden (z.B. für Ubuntu 18.04: sudo apt-get install linux-lowlatency-hwe-18.04) um die Latenz noch stärker zu reduzieren.

Kompiliere Jamulus

Wechsle in das Jamulus Verzeichnis, das du vorher heruntergeladen hast:

cd jamulus-latest

Kompiliere den Quellcode (das letzte make kann einige Minuten dauern):

qmake Jamulus.pro
make clean
make
sudo make install

Beachte: Die kompilierte Version von Jamulus wird nach /usr/local/bin kopiert.

Du kannst jetzt den Quellcode-Ordner löschen.

Richte deine Soundkarte ein

Konfiguriere Jack mit QjackCtl

Jamulus Clients brauchen JACK. Du musst JACK aber zuerst einrichten. Am Besten machst du das mit QjackCtl.

  1. Öffne die Kommandozeile z.B. mit STRG-ALT-T
  2. Führe qjackctl aus und warte, bis sich das Jack Audio Connection Kit öffnet.
  3. Konfiguriere dein Audiointerface wie folgt (die genauen Einstellungen für JACK hängen von den Funktionen deiner Soundkarte ab):
  • Wähle dein Audio Interface aus (es können mehrere in der Liste sichtbar sein)
  • Setzte die Sample Rate auf 48000
  • Setze die Frames/Period Einstellung erst einmal auf 128 und Periods/Buffer zunächst auf 2

Starte JACK neu, um alle neuen Einstellungen zu übernehmen.

Jamulus starten

Öffne Jamulus z.B. mit der Kommandozeile. Wenn du sie benutzt, führe den Befehl jamulus, oder wenn du Jamulus selbst kompiliert hast Jamulus (mit einem großen ‘J’) aus, um den Jamulus Client zu starten

Wenn du Soundprobleme (kurze Unterbrechungen (Dropouts) o.Ä.) hast (insbesondere XRUNs, die von Jack/QjackCtl gemeldet werden), versuche größere Werte (z.B. 256 Frames oder 3 Perioden) zu setzen. Niedrigere Einstellungen (z.B. 64 Frames) bieten zwar eine geringere Latenz, aber möglicherweise mehr Soundprobleme. Siehe auch die Fehlerbehebungsseite.

Alles installiert?

Jamulus wurde installiert und kann jetzt benutzt werden. Wenn du willst, kannst du jetzt auf die folgende Seite gehen:

Nach der Installation

Installation auf eine neue Version zu aktualisieren

Lade die neuen Quellen gemäß Jamulus Sourcecode herunterladen herunter und wiederhole nur die Kompilierungsanleitung wie für eine neue Installation von oben oder nutze ein neues .deb Paket, wenn du das genutzt hast.

Hinweise für Geeks

  • Du musst “make clean” ausführen, um die automatisch generierten Qt-Dateien (die in der .tar.gz-Datei vorhanden sind und möglicherweise nicht mit der Qt-Version, die du verwendest, übereinstimmen) zu entfernen.

  • Um eine externe, gemeinsam genutzte OPUS-Bibliothek anstelle der eingebauten zu verwenden, benutze qmake "CONFIG+=opus_shared_lib" Jamulus.pro.

  • Um diese Datei zu benutzen, konfiguriere die Software mit qmake "CONFIG+=noupcasename" Jamulus.pro, um sicherzustellen, dass der Ausgabezielname dieser Software jamulus statt Jamulus ist.

  • Benutzer vom Raspberry Pi: Vielleicht möchtest du den Client auf einer anderen Maschine kompilieren und die Binärdatei auf einem anderen Raspberry Pi laufen lassen. In diesem Fall brauchst du nur die Bibliotheken für einen headless server, aber mit den JACK-Sound-Paketen. Schaut dir insbesondere die Fußnote für den headless-Build an.

  • Ab Version 3.5.3 ist Jamulus nicht mehr mit Qt4 kompatibel.

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